Das Biosicherheitsprotokoll der Biodiversitätskonvention wird Cartagena-Protokoll genannt und ist ein Abkommen, das zur Regulation von Handel, Behandlung und Nutzung genetisch modifizierter Organismen dient. Es erkennt explizit die Notwendigkeit einer vorsichtigen Haltung gegenüber der Freilassung genetisch modifizierter Organismen in die Umwelt an. Es gibt noch wichtige Aspekte, die nicht im Protokoll berücksichtigt wurden, wie zum Beispiel die Etikettierungen, welche für grenzüberschreitende Verschiffung gentechnisch veränderter Organismen notwendig ist. Das Protokoll war in Gefahr, niemals aufgestellt zu werden durch die Anstrengungen einiger Länder (die "Miami-Gruppe"), geführt von den USA, Kanada und Argentinien - den Ländern mit der größten Anbauflächen gentechnisch veränderter Organismen weltweit. Das Protokoll wurde im Januar 2000 verabschiedet und trat am 11. September 2003 in Kraft. Obgleich über 100 Staaten das Protokoll unterzeichneten, gibt es viele andere, die es nicht unterzeichnet haben, darunter Kanada und Argentinien. Die USA haben weder das Protokoll noch die
Biodiversitätskonvention ratifiziert.
Für weitere Informationen:
www.greenpeace.org